Infoveranstaltung zur Unterbringung von Flüchtlingen in Pulheim

Pressetext der Stadt:

Die Stadtverwaltung wird im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung über die Unterbringung und die Wohnsituation von Flüchtlingen im Zentralort Pulheim informieren. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 11. Mai, 19 Uhr, im Dr.-Hans-Köster-Saal, statt. Nach einer kurzen Einführung und Information durch die Verwaltung soll anschließend die Möglichkeit bestehen, Fragen zu stellen.

Die Stadt Pulheim steht wie alle Kommunen vor der Herausforderung, eine große Zahl von Menschen, die vor Krieg und Gewalt geflohen sind, unterzubringen. Dafür muss seit dem Sommer 2015 Wohnraum gefunden und geschaffen werden. Aktuell leben 841 Menschen in 21 städtischen Unterkünften; dazu gehören die vier Schulturnhallen in Stommeln (An der Kopfbuche), in Sinnersdorf (Horion-Schule) und in Pulheim (Marion-Dönhoff-Realschule und Steinstraße). Die sogenannte Alte Dreifachturnhalle in Brauweiler wird vom Land NRW als Erstaufnahmeeinrichtung genutzt.

Der Stadtrat hat sich in seiner Sitzung am 15. März mit der Wohnraumversorgung für Flüchtlinge befasst und die Anmietung und Errichtung von Häusern und Wohnungen sowie den Umbau von Gebäuden beschlossen. Neben der Schaffung von Wohnraum ist es erklärtes Ziel, die Turnhallen wieder für sportliche Nutzungen zur Verfügung stellen zu können. Baumaßnahmen, die kurz- bis mittelfristig zu einer Erhöhung der Kapazitäten der Unterbringungsplätze führen werden, sind im Zentralort Pulheim der Umbau des alten Hallenbades (ca. 100 Unterbringungsplätze) und die Aufstellung von Wohncontainern auf der Wiese neben dem alten Hallenbad (ca. 130 Unterbringungsplätze). Die Einrichtungen im Umfeld des alten Hallenbades stehen ab Mitte Mai zur Verfügung. Die größte Einrichtung wird zurzeit von einem Generalunternehmer Wohngebäude in Containerbauweise auf dem sogenannten Zirkusplatz (neben dem Kraftwerk des Pulheimer SC) im Sportzentrum Pulheim errichtet. Gebaut wird eine schlüsselfertige Wohnanlage mit sechs zweigeschossigen Doppelhäusern in modularer Bauweise. Der Neubau wird 24 Wohneinheiten mit jeweils drei Schlafzimmern sowie Küche und Bad enthalten. Die Erschließung erfolgt über die Peter-Kanters-Allee. Die Fertigstellung ist für Ende Juli vereinbart. Die Anlage ist für eine Regelunterbringung von 144 Menschen vorgesehen. Vorübergehend könnte die Bettenzahl auf bis zu 288 angehoben werden.